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Ein Punkte-Dreier für Linde zum halben Jahrhundert

Nach der schmerzlichen und zu hohen Niederlage am letzten Sonntag gegen Gräfenroda mussten wir zum Rückrundenauftakt bei winterlichen Temperaturen, dafür mit leckerem Glühwein, in das beschauliche Großbreitenbach. Jedoch hatten wir sehr gute Erinnerungen an die Gastgeber, denn sie waren im letzten Sommer unser Auftaktgegner in die neue Kreisoberligasaison und konnten stark mit 3:1 besiegt werden. 

 

Wie üblich vor Auswärtsspielen gab es am Freitag wieder ein Abendessen nach dem Training und Henry Ford wäre sehr stolz auf die drei Köche gewesen. An der Fertigungsstraße konnten unter ständiger Optimierung zahlreiche Sandwiches für alle ausgehungerten Spieler und Verantwortlichen produziert werden. 

 

Selbst Lennox, welcher eigentlich immer auf dem Sprung zum Bingoabend ist, entschied sich noch ein wenig zu verweilen. 

 

Während der Fahrt war ich als Co-Pilot im Bus leicht irritiert und steckte damit auch Chefchauffeur Sandro an. Felsenfest davon überzeugt, dass Tina im Sportpark sich als letztes auf die Reise nach Großbreitenbach machte, war sie jedoch die erste, die dort ankam. Ich war fest davon überzeugt, dass sie uns heimlich durch einen Waldweg überholt hatte. Es stellte sich dagegen raus, dass sie den FSV-Tross von Anfang an anführte. Ein typischer Start-Ziel-Sieg alla Max Verstappen also. Zur nächsten Auswärtsfahrt wird definitiv am Anfang durchgezählt, damit ich mich wieder auf meine Notizen während der Fahrt konzentrieren kann.  

 

Auf dem Papier starteten wir mit der bestmöglichen Aufstellung, in der sich Sterze auf der 6 neben Franz wiederfand, da Oschi noch bei der Maloche war und das Team erst ab der zweiten Halbzeit unterstützen konnte. Bei Co-Trainer Addi konnte man seinen Optimismus erkennen, da er mir kurzerhand mein Schreibgerät aus der Hand stibitzte, um sich selbst in den Kader zu befördern. Natürlich habe ich nichts gesagt und somit wird die Strafe für sämtliche Ausrüstungsfehler ein ziemliches Loch in die Haushaltskasse Müller/Schwabe reißen. 

 

Das Spiel startete ruhig und gesittet, bei dem beide Mannschaften um Ballsicherheit bemüht waren. Allerdings gehörten die ersten beiden sehr guten Chancen dem Heimteam. Erst schloss Stolze überhastet ab und jagte den Ball über den Fangzaun in Richtung des angrenzenden Schwimmbades. Beim zweiten Versuch scheiterte er am Oberschenkel unseres Schlussmannes Lucas. Da hatten wir schon Glück. 

 

Anders als letzte Woche war das Trainerteam heute deutlich aktiver und lautstärker an der Seitenlinie, dies wurde beim letzten Spiel von ein paar Anhänger moniert. 

 

Nach gut 20 Minuten hatten wir dann auch den ersten erfolgreichen Abschluss durch Luis per Kopf. Leider konnte er dem Spielgerät nicht in die nötige Richtung aufzwingen und so landete der Ball neben dem Tor. Kurz darauf setzte sich Jannik auf der Grundlinie durch und suchte den Abschluss aus sehr spitzem Winkel. Hier wäre ein Rückpass in den Rückraum sicher die bessere Wahl gewesen. Aber er ist ja noch jung und wir schätzen es, wenn sich die jungen Wilden auch mal etwas trauen und ausprobieren, solange es nicht zu viel oder zu eigensinnig wird. 

 

Kurz darauf ein Freistoß aus guter Distanz für Großbreitenbach, bei dem Mücke beanstandete, dass man doch aus dieser Distanz niemals eine Mauer bräuchte. Wie sich herausstellte, sollte er recht behalten, denn der Ball kam völlig ungefährlich in Richtung unseres Kastens. Vielleicht können wir uns im Sommer mit Großbreitenbach zusammentun und eine Ferienfreistoßschule besuchen. 

 

Kurz vor der Pause dann ein seltener Moment von Terrier Buse. Er tauchte rechts am Sechzehner auf, aber erst nach mehrmaligem Rufen bekam er den Ball endlich von Sterze zugespielt. Nach innen ziehend verwandelte er zur Führung (42.). Da muss der Papa wieder mal was in das Sparschwein seines Sprösslings tun, aber ich denke, das ist selbstverständlich und wird ohne weiteres Nachfragen unsererseits erfolgen.  

 

Dann war Pause und während sich Sportredaktionskollege Brückner mit Mücke über die alten Zeiten unterhielt, nutzte ich die Zeit, um alle anwesenden Unterstützer zu begrüßen. 

 

Unter Ihnen auch unser kongeniales Sprecherturmduo Elton und Linde. Letzterem gratulieren wir nachträglich recht herzlich zu seinem 50. Geburtstag in der vergangenen Woche. 

Endlich konnten wir auch Evan, Eltons Sprössling, als FSV-Mitglied gewinnen. Es hatte mehrere Anträge und Bestechungsversuche gekostet, damit wir ihn jetzt offiziell bei uns in der FSV-Familie begrüßen dürfen.  

 

Nach den ganzen Begrüßungen musste ich natürlich meinen Flüssigkeitshaushalt ausgleichen. Da ich leider nur noch Hartgeld in der Tasche hatte, musste ich Maik anpumpen, um auch den Getränkestand einen Besuch abstatten zu können. Natürlich werde ich mich dafür nächste Woche entsprechend revanchieren. 

 

Nach der Pause ersetzte dann Oschi den leicht angeschlagenen Lennox. Damit wurde wie erwartet umgestellt. Sterze eins vor und Oschi auf die 6. 

Keine zehn Minuten nach Wiederanpfiff konnten wir unsere Führung durch Jannik ausbauen. Er schloss im 5er ab und ein Großbreitenbacher Abwehrspieler konnte erst nach der Linie klären. Das wäre aber ohnehin sinnlos gewesen, da Luis die Murmel ein zweites Mal über die Linie jagte (52.).  

 

Von fraglichen Abseitsprotesten der Gastgeber ließ sich Schiedsrichter Archut nicht beirren und so stand es 2:0 für uns. 

 

Während wir stärker wurden, merkte auch John, dass er noch Körner im Tank hatte und setzte immer wieder zu Flügelläufen an und schlug zahlreiche Flanke in der Sechzehner. 

Leider mit mäßigem Erfolg, aber wir sind lieber im vorderen Drittel als im hinteren. 

 

Dann kam auch der große Moment unseres Zehners. Dass er in letzter Zeit zahlreiche Tanzveranstaltungen besucht hatte, konnte man sehr deutlich an der Flexibilität seiner Hüfte sehen. Mit dieser Eleganz umkurvte er zahlreiche Gegner und lies Schlussmann Ulke keine Chance im gegnerischen Gehäuse (58.). 

 

Das Spiel hatten wir nun in der Tasche und so traute sich der ein oder andere Abwehrspieler mal mit nach vorne, um dann aber postwendend von unserem Kapitän zurückbeordert zu werden. Die klare Ansage lautete: “Das Spiel geht zu Null aus!” 

Nach zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten plätscherte das Spiel dem Ende entgegen, in dem Oschi kurz vor Toresschluss noch die Binde von Sterze überreicht bekam. 

 

Auf den Rängen kehrte dann auch Ruhe ein und man konnte einem Gespräch über den Fahrerposten zwischen Cheffotografin Kathrin und Sohnemann Flo lauschen. Wer allerdings den Zuschlag bekam, kann ich leider nicht auflösen, tippe aber auf die Mutti. 

 

Das von Anfang an zu sehen war, dass wir dieses Spiel gewinnen werden, hörte ich nach Schlusspfiff von einigen Anhängern in Richtung der Akteure. 

 

Somit haben wir die nächsten drei Punkte auf der Habenseite und befinden uns im Mittelfeld der Tabelle hinter Gräfenroda aber vor Elgersburg wieder. 

 

Nächste Woche steht dann das erste Pflichtheimspiel dieses Jahres gegen die SG FSV Blankenhain an. Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14:00 Uhr MEWZ im Sportpark Martinroda. 

 

Wir würden uns freuen, wenn alle heutigen anwesenden Unterstützer und natürlich auch Sympathisanten jeglicher Art unseren FSV bei diesem Spiel motivieren, um die ersten drei Punkte der Rückrunde im Sportpark zu Martinroda zu behalten.  

 

 

Aufstellung: 

Klötzer - Pflügner, Blaschczok, Morgenroth (68. Wolf), Schwens – Schleicher (80. Rajabi), Buse, Sterzing (86. Lima da Garca), Knöfel  - Reykowski (46. Oschmann), Ulke 


Text: Hucki und Tina

Fotos: Sven und Kathrin





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