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Kindertagsgeschenk für alle kleinen und großen FSV-Kinder 

Vor dem Spiel lauschten wir alle gebannt Mikes Ansprache an die Mannschaft samt einigen Vorgaben, die es zu erfüllen galt. Im Gegensatz zu dem verloren Auswärtsspiel im Bad Blankenburg wollten die Trainer eine deutliche Leistungssteigerung auf dem Platz sehen, um auch den Zuschauern zu zeigen, zu was wir in der Lage sind.  

 

Wir konnten eigentlich befreit aufspielen, weil wir keine Punkte mehr brauchten, da wir bereits dem Abstiegskampf entronnen waren. Schwarza hingegen steckt noch mitten im Abstiegsduell, obwohl durch den Klassenerhalt von Rudolstadt in der Oberliga nur maximal drei Mannschaften aus der KOL absteigen. Trotzdem durften wir die Aufgabe nicht zu leicht angehen und schließlich wollten wir die Hinspielniederlage ausbügeln. 

 

Viele hatten mit deutlich schlechterem Wetter an diesem Wochenende gerechnet, aber Petrus hielt größtenteils seine Pforten geschlossen und somit konnten wir das erste Mal in diesem Jahr auf dem Rasenplatz auflaufen, auf welchem am Vorabend schon die Alten Herren ins Landespokalfinale eingezogen sind. Und mit dem Spirit der Alten Herren wollten wir unser Spiel ebenfalls erfolgreich bestreiten.  

 

Nur Marten hatte nicht mit der Platzwahl gerechnet und seine Treter im heimischen Schrank gelassen. Zum Glück standen an meinem Platz eben jene Treter, die er schon mal in Uhlstädt erfolgreich ausführte. 

 

Kurz nach Beginn hallte das erste Mal Donnergrollen über dem Sportpark und viele starrten gespannt in den Himmel und suchten nach dem schnellsten Fluchtweg in Richtung eines trockenen Plätzchens. Nach knapp zehn Minuten war es dann so weit und Starkregen setzte ein. Wohl dem, der einen Regelschirm dabei hatte oder schnell ein lauschiges Plätzchen ergattern konnte und nicht wie ich in Badeschlappen meine einsamen Runden drehte. 

 

Während des Regens kamen wir nicht so richtig in Tritt und beide Mannschaften hatten mit der Nässe zu kämpfen. 

 

In der 17. Minute konnte man dann unseren neuen Signature Move bestaunen. Die Uraufführung dazu fand beim letzten Auswärtsspiel statt, wurde in der Trainingswoche verfeinert und wir konnten ihn nun unserem Heimpublikum präsentieren. 

 

Diesmal spielte Phil einen Pass aus der Not heraus, weil der Ball einfach nicht über die Grundlinie hinaus rollen wollte, knapp fünf Meter in Richtung Steve. Keiner Schuld bewusst nahm er den Ball auf und war ganz verdattert nach dem Pfiff von Schiedsrichter Vogt.  

 

Der anschließende indirekte Freistoß konnte schließlich von John aus der Gefahrenzone befördert werden. Die Zuschauer und ich waren uns einig, eine Aufführung reicht. Der Signature Move wird umgehend wieder aus dem Repertoire gelöscht.  

 

Dies schien dann der Wachmacher für uns Sandhasen gewesen zu sein, denn ab diesem Zeitpunkt waren wir wacher und aktiver in der Partie. 

 

Flo hatte nach knapp 25 Minuten die aussichtreichste Chance, bekam den Ball aber nicht über den Schwarzaer Schlussmann Vater gehoben. 

 

Kurz danach die erlösende Führung für uns. Lucas, welcher seine liebe Müh und Not hatte dem Restalkohol des Vorabends zu trotzen, stahl sich seinem Gegenspieler im Sechzehner davon und konnte die Eingabe von Flo zur 1:0 Führung verwerten und das sogar mit dem rechten Schlappen. Das dürfen wir uns wieder länger anhören.  

 

Insgesamt war es ein körperliches und kämpferisches Spiel, welches meist im Mittelfeld stattfand. Das Chancenplus war trotzdem deutlich auf unserer Seite.  

 

Kurz vor der 40. Minute kombinierten wir uns über Oschi, Highlander und Sterze erfolgreich an den gegnerischen Sechzehner. Der Abschluss mit links von Jannik rauschte knapp über den Querbalken. 

 

Die 2:0 Halbzeitführung ließ sich Kapitän Sterze dann doch nicht nehmen, als sein abgeblockter Pass in Richtung Lennox wieder vor seinem rechten Schlappen lag. Spitzfindig wie er nun mal ist, erkannte er den weit vorm Kasten stehenden Torhüter. Maß genommen und drüber gehoben. Dem Raunen nach hatten nicht viele mit dem Treffer gerechnet, zumindest rechneten seine Spießgesellen Blatsche und Franz auf der VIP-Tribüne nicht mit dem Treffer, so wie diese im Nachgang feixten. Beide gönnten sich eine kleine Verschnaufspause, um bald wieder komplett fit auf dem Platz zu stehen.  

 

Was in der Halbzeitpause in der Kabine besprochen wurde, darüber kann man nur spekulieren. Aber Marten war anschließend ziemlich durch den Wind, da er nur im Aufwärmtrikot die Kabine verließ. Als er seinen Fauxpas bemerkte, wurde erst einmal hektisch nach dem Schlüssel gesucht, denn die Kabine war bereits abgeschlossen. Nachdem er endlich sein richtiges Trikot angezogen hatte, konnte die zweite Halbzeit beginnen.   

 

Vielleicht hätten wir aber noch ein wenig warten sollen, denn wie so oft verschliefen wir den Beginn der Halbzeit und gaben Schwarza den nötigen Raum. Unsere Offenheit in der Defensive nutze Schmidt zu einem starken Abschluss, den auch Steve nicht mehr klären konnte. Der Ball war wohl schon im Tor, sprang dann an Steves Arm und spätestens dann war er über der Linie. 

 

Nun hieß es schnell die Konzentration wieder hochzufahren, um nicht noch den Ausgleich zu kassieren und dies gelang ziemlich unserer Elf zügig. 

 

Lennox drang fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer in den gegnerischen Strafraum ein und versuchte Jannik in Szene zu setzen. Dieser erwischte den Ball nicht, aber hinter ihm lauerte Lucas bereits. Den ersten Abschluss konnte Vater im gegnerischen Gehäuse noch am Einschlag hindern, aber der Nachschuss war drin und somit war der alte Abstand wieder hergestellt. 

 

Leider mussten wir kurz vor dem Treffer verletzungsbedingt wechseln, da Marten irgendwas am Knöchel hatte. Hoffentlich waren meine Schuhe nicht schuld und die Diagnose fällt nicht so schlimm aus. Gute Besserung auf jeden Fall. 

 

Den 4:1 Endstand besorgte Lennox per Strafstoß. Er bekam den Ball wohlwollend von Sterze überreicht, zögerte erst, aber verwandelte dann sicher. Unser Kapitän wollte, dass sich unser Jungspund für seine starke Leistung im Spiel selbst auch noch belohnen konnte.  

 

Der Sieg war nun ungefährdet und unsere Trainer wechselten einfach mal die komplette Bank ein. Natürlich inklusive mir. 

 

Bevor Tina übernimmt, möchte ich mich mal direkt für die ganze Jubelei bedanken. Ich freue mich darüber sehr, aber teilweise ist es mir auch peinlich so umjubelt zu werden. Es verdient jeder die gleiche Unterstützung auf dem Platz und ich würde mich freuen, dass wir dies spätestens zum letzten Heimspiel so zelebrieren. 

Danke. 

 

Da hat Hucki natürlich vollkommen Recht. Jeder in unserer Mannschaft ist gleich wichtig. Wir werden ab jetzt darauf achten, dass jeder Spieler die gleiche Wertschätzung von uns Zuschauern erfährt. 

 

Neben Doodle, welcher sich bereits Freitag mit der Ü40 ins Finale der TFV Landesmeisterschaft der Ü40 spielte, wurden auch Lima, Alex und Hucki eingewechselt. Doodle hatte dann auch noch eine Großchance, die leider vom Linienrichter zunichte gemacht wurde. Abseits! Natürlich für keinen Anhänger unseres FSV nachvollziehbar. 

 

Genauso der Abseitspfiff kurz vor Schluss, als Hucki den Ball auf der linken Außenbahn erlaufen konnte. Auch diesen Angriff durften wir nicht zu Ende spielen.  

 

Nach dem Schlusspfiff bedankten wir uns bei allen Fans die, trotz Unwetterwarnung, Ilmenauer Stadtfest und Roland Kaiser in Oberhof, wieder zahlreich unsere Mannschaft angefeuert und unterstützt haben. Ohne Euch wären diese Siege nur halb so viel wert.  

 

Am nächsten Samstag geht es dann zum letzten Auswärtsspiel in dieser Saison nach Teichel. 

Wir können sie zwar nicht mehr einholen, aber Platz 8 ist nur noch einen Punkt entfernt und das ist ein Ziel, das wir in den letzten beiden Spielen zu erreichen versuchen. 

 

Anpfiff der Partie ist 15:00 Uhr in Teichel. 

Wir freuen uns auf eure Unterstützung an der Seitenlinie. 

 

Aufstellung: 

Nimmow – Schwens, Morgenroth, Wolf (59. Lima da Garca), P.Schneider – Klötzer (87. Huck), Schleicher, Oschmann, Knöfel – Sterzing (90. Thiem), Reykowski (70. T.Elle) 

Text: Hucki und Tina

Fotos: Sven und Kathrin