NOFV Oberliga Süd: FSV Martinroda - FC Eilenburg 2-1 (1-0)

Die Mannschaft des FSV Martinroda kann Oberligaspiele gewinnen. Punkt Eins aus einer langen Erkenntnisreihe aus diesem Spiel, dass nach der Hinausstellung eines ihrer bis dahin auffälligsten Akteure noch weiter an Wert gewinnt. Ein Kraftakt, da in einigen Situationen Schwerstarbeit besonders in der Zone um den Martinrodaer Strafraum herum geleistet werden musste. Andere Spiele schenkte man im Saisonverlauf dann schon mal leichtfertig her. Anders in diesem Spiel, und Punkt 2, indem man sich trotz 35 minütiger Unterzahl mit Einsatz und anhaltender offensiver Spielweise den Sieg hochverdient sichern konnte. In Eilenburg noch mit 0-6 unter die Räder gekommen, staunten die anfeuernden mitgereisten Eilenburger Anhänger in einigen Phasen des Spieles recht verwundert, wie der heimische FSV dem Tabellenvierten kämpferisch und vor allem spielerisch Paroli bieten konnte.

Wieder mit der Dreierkette und mit zwei hochstehenden Außenspielern agierend (Griebel, Safradin), versuchte man von Beginn Akzente zu setzen.

Schon in der 3. Minute hatte Metzmacher nach einem Freistoß von Vogt das 1-0 auf dem Kopf. Genau in die Arme des goldrichtig stehenden TW Pickroth köpfte Metzmacher aus 6 Metern auf`s Tor. Kurz darauf eine der Stärken im Eilenburger Spiel, das schnelle Umschalten, was Bartlog in guter Schussposition aus 16 Metern fast ausnutzen konnte. Bunge prüfte eine Minute später TW Konjevic mit einem Freistoß aus 18 Metern. Vogt mit sattem 30 Meter Schuss verfehlte das Gehäuse nur knapp. In der 10. Minute wieder eine Gelegenheit, die besser ausgespielt Potential für einen Treffer hatte. In Überzahl nach Ballgewinn am Mittelkreis, wurde das zu steile Anspiel auf Safradin immer länger, so dass sich im Zentrum die Eilenburger Abwehr wieder rechtzeitig bei der Flanke sortieren konnte. Der Pfiff blieb aus, als Andris mit Ball am Fuß gleich von zwei Eilenburger Spielern regelwidrig kurz vor der Strafraumgrenze gestoppt wurde. Der daraus resultierende Gegenzug von Metzmachers Einsatz gegen den enteilten Luis dann doch ohne Folgen. Hertel`s Versuch nach Anspiel von Vogt fehlte die Schärfe. In der gleichen Minute ein schöner Drehschuss von Kummer übers Gebälk (25.). Ein gutes Spiel was den Zuschauern geboten wurde. Leider konnten sich nicht alle Protagonisten auf dem Spielfeld diesem Beispiel anschließen. Griebel noch zuvor mit einer Karte bedacht, brachte in der 39. Minute eine perfekte Ecke in den Strafraum, die Roschlaub mit wuchtigem Kopfstoß über die Linie brachte. 1-0, und das sogar verdient, weil Martinroda mehr in das Spiel investierte. Al Saeed hätte die Anzeigentafel noch einmal verändern können, als er von Andris den Ball perfekt in den Lauf bekam und zu überhastet nur das Außennetz traf.

Halbzeitfazit: Martinroda ist gut im Spiel. Eilenburg als Spitzenmannschaft der Südstaffel muss doch jetzt einiges mehr zeigen, um der Heimelf sein Spiel aufzwingen zu können.

Zwei Entscheidungen gegen Martinroda, was die einen so und die anderen so gesehen hatten. Hertel im Clinch mit zwei Eilenburger Spielern in deren Strafraum, Pressschlag mit Sauer, Pfiff, Freistoß gegen Hertel. Kurz darauf fast die selbe Situation, nur das sich die Eilenburger Spieler selbst im Gerangel um den Ball behinderten und zu Fall kamen. Den schnell ausgeführten Freistoß brachte den Gästen eine Riesenchance. Kummer steil auf Luis, dessen Eingabe auf Majetschak von Nowak in höchster Not zur Ecke geklärt werden konnte. Alles wartete auf den Pfiff nach Foul an Vogt, der dem dadurch verloren gegangenen Ball nach hetzte und den Gegenspieler laut hörbar seitlich am Schuh traf. Sein erstes Foul in diesem Spiel, deshalb die Strafe zwar vertretbar aber dennoch zu hart - glatt Rot-.... Martinroda nun in Unterzahl, gegen einen Gegner der die spielerischen Möglichkeiten hatte und sofort auf Spieldrehung aus war. Zunächst aber zwei Konter, bei denen Hertel die Bälle nach jeweils Steilanspielen nicht kontrollieren konnte (55., 59.). Konjevic mit starker Reaktion bei einem Schuss von Bunge, und eine gelungene Abwehraktion von Metzmacher bei einer Flanke aus dem rechten Halbfeld von Luis auf Vogel(62., 65.). Dann doch der Ausgleich nach einem Standard. Ecke von der rechten Seite, Majetschak steigt am höchsten und netzt mit wuchtigem Kopfball ein. Von der Bank die unmissverständliche Aufforderung die „ Intensität hoch zu halten, und alle e

ine Schippe drauf“. Roschlaub mit einem Freistoß auf den Kopf von Zimmermann, erzwangen die Ecke. Den zunächst geklärten Ball brachte Metzmacher zurück in den Strafraum auf Hertel. Kurze Drehung, Schuss ins lange Eck, wieder die Führung. Sich häufende „Kleinigkeiten“ die von der Spielleitung zugelassen, aber Vorteile für den Gegner brachten, sind neben Anflug von Unsportlichkeit auch Spielraum für den nicht ganz unberechtigt zunehmenden Unmut der Martinrodaer Anhänger. Fernando hätte in der 86. Minute den sprichwörtlichen Deckel drauf machen können (müssen). Von Andris hoch angespielt, pflückte er den Ball 8 Meter vor dem Tor herunter und brachte die Kugel dann nicht über die Linie. So blieb es bis in die 96. Minute spannend und mit viel Daumen drücken auf des Messers Schneide.

Martinroda

Konjevic- Zimmermann, Nowak, Roschlaub- Griebel, Andris, Metzmacher ( 81. T. Müller), Vogt (54. Rot)- Safradin ( 70. Six), Hertel (84. Fernando), Al Saeed

Eilenburg

Pickroth, Sauer, Schmidt (65. E. Luis), Trogrlic, Bunge, Kummer, Majetschak, Vogel, Bartlog (89. Münch), Luis, Dimespyra (85. Mertes)

1-0 Roschlaub 39., 1-1 Majetschak 68., 2-1 Hertel 73.

SR Hösel ( Magdeburg) -83-

Autor: J. Krogel




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