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Viel Stückwerk und zu grün hinter den Ohren

Bei hochsommerlichen Temperaturen reisten wir ins nahegelegene Gräfinau-Angstedt, um dort unser fünftes Kreisoberliga-Spiel zu bestreiten.


Dass der Gegner uns nicht unterschätzt, konnte man in der Vorberichterstattung und an der Tatsache, dass Trainer Zentgraf letzte Woche in Haarhausen zu sichten war, sehr deutlich sehen.


Es waren alle Mann an Bord, außer Workaholic Oschi, welcher sich vorbildlich zum Dienst beim FSJ meldete, um andere Kids zu unterstützen. Trotz mehrerer Gerüchte über den Verlauf des rituellen Freitagsbeats waren alle Martinrodaer Spieler, die diesen besuchten, fit und ohne Blessuren am Spieltag pünktlich und motiviert am Start.


Aber wie sollte es anders sein, Jannik hatte ein Herz für die Mannschaftskasse und schlug mit geraden zehn Minuten Verspätung auf. Umso üppiger wird die Weihnachtsfeier ausfallen.


Mit neuem Basecap konnte man auch den ortsbekannten Nimmow unter den Zuschauern entdecken. Seine Tarnung hat anscheinend sehr gut funktioniert, denn er blieb vollkommen inkognito, anders als im ehemaligen Hühnerhof. Dazu muss ich allerdings gestehen, dass ich damals den Stein erst ins Rollen brachte. Hui Jui Jui war da was los.


Samt neuem farbigen Schuhwerk erschien auch Marten auf dem Platz. Bei der Bestellung dieser Treter zum rekordverdächtigen Preis war der Bildschirm anscheinend auf schwarz/weiß eingestellt, denn nur so lässt sich das alles erklären. Oder er hat diese Farbwahl zum Wohle seiner Tochter getroffen.

Wir kamen eigentlich gut in die Partie und haben den Kampf gegen körperlich überlegene Gastgeber angenommen. In der fünften Minute hatten wir auch die erste Chance des Spiels durch einen Freistoß, welcher allerdings alle Akteure im Angriffsdrittel verfehlte.


Direkt im Gegenzug bekamen wir einen Konter über unsere rechte Abwehrseite, welcher allerdings auch erfolglos blieb. Schiedsrichter Fehn ließ in der Folge viel laufen, was zu erhitzten Gemütern in beiden Lagern führte.


In der 14. Minute kam es zu einem leichtsinnigen und folgenschweren Foul an der Ecke unseres Sechzehners. Der Freistoß von Oschmann, welcher normalerweise in der Mauer landet, wird nur abgefälscht und zwingt Lucas zu einer Glanztat. Er fischte den Ball aus der Ecke, aber konnte ihn nur an den Pfosten lenken. Wer dann das Leder ins Tor einschob, konnte trotz VAR in der Brauerei Singen nicht nachgewiesen werden, da zu viele Augen und zu viel Frischgezapftes im Spiel waren. Es standen Voigt, Oschmann und auch Pflügner als Eigentor zur Auswahl. Es waren jedoch wie bei einem F-Junioren Spiel zu viele Beine im Weg, um diese Frage eindeutig zu beantworten.

Die Ilmtaler waren in der Folge besser Spiel und hatten auch weitere Chancen, konnten diese aber nicht nutzen. Auf unserer Seite sahen wir gute Ansätze im Spielaufbau, aber es war noch zu viel Stückwerk und vor dem Tor waren wir zu ungefährlich.


Trinkpausen gab es unverständlicherweise bei Temperaturen um die 30 Grad nicht. Nur die Gastgeber nutzen eine Verletzungsunterbrechung, um kollektiv den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

In der Halbzeitpause freuten sich die Eltern von Franz, Enrico "Mücke” Zaft & Annette Buse mit Opa Edwin sowie Sterzes Edel-Fan Luisa Schramm samt Papa Maik und Mama Stephanie über die Geschenke, welche wir angefertigt haben, um ihre Treue bei allen! unserer Spiele zu würdigen. Auch wenn dadurch manchmal viele Kilometer Umweg in Kauf genommen werden mussten.


Wie auch ihr an diese Raritäten kommen könnt, erfahrt ihr später im nächsten Beitrag.

Aber keine Sorge, es handelt sich um kein Schneeballsystem, wie es von vielen anderen angepriesen wird.

Wie uns zugetragen wurde, liefen am Flughafen auf der Rückreise von Sterze (angeschlagen zwecks 24h laufender Klimaanlage) und Franz (angeschlagen zwecks Sägewerksbetreibers im Nachbarbett) Verhandlungen mit einem portugiesischen Verein. Da sich beide jedoch nicht trauten zu fragen, wie ihr möglicher neuer Verein heißt, wurde die kleine Schwester und Krankenwagenfahrerin Elisa zum Fragen vorgeschickt. Ob das die Positionen für die Vertragsverhandlungen der beiden verbessert, darüber lässt sich nur mutmaßen.

Kurz nach der Pause erhielt auch Granowe ein Präsent unserer Hintermannschaft. Wiedermals Oschmann nutzte eine schlecht gestellte Mauer und konnte so direkt flach an ihr vorbei zum 0:2 verwandeln (47.).


Marten, welcher inzwischen eingewechselt wurde, konnte zwar viele Bälle festmachen, aber Vorteile hatten wir dadurch nicht wirklich. Unsere Freistöße, aus teils aussichtsreichen Positionen, wurden nie gefährlich für Kazmierczak im gegnerischen Kasten, sondern

höchstens für den Bierwagen samt angrenzendem Bratwurstrost.

Dass sich selbst die Lokalredaktion einer größeren Zeitung lautstark über Fehlentscheidungen der Unparteiischen beschwert, sagt auch vieles aus. Aber auf die Schiris können wir es auch diesmal nicht schieben und haben auch noch Glück in der ein oder anderen Situation.

Kurz darauf machten zwei Infos die Runde. Flick ist weg und wir sind Weltmeister, allerdings im Basketball.

Von welcher der beiden Nachrichten wir nun angespornt wurden, kann ich nicht sagen.

Highlander rammelte unterdes unermüdlich über den Platz, um sich eventuell bei Tante Käthe zu empfehlen.


Die Fantasie kann manchmal der Schlüssel sein, wie man in der 89. Minute bewundern konnte. Unsere Nummer 8 tankte sich auf rechts durch und lief parallel zur Grundlinie nach innen, passte auf Luis, welcher zum 2:1 Anschluss verwandelte.


Danach gab es noch einmal ein Aufbäumen, um vielleicht noch einen Punkt zu ergattern.

Dies hat zur Folge, dass wir hinten aufmachten. Lucas musste mehrmals brenzlige Situationen klären.

Das war unser Gastspiel im Ilmtal, bei dem sich S. Möller nach Schlusspfiff zu einer weiteren Respektlosigkeit gegenüber unserem Trainer hinreißen ließ. Anscheinend verfolgt er die Sportberichterstattung nicht so genau, denn sonst würde er wissen, dass nur zwei ehemalige U19 Spieler und unser Torhüter Lucas aus dem Kader der Oberligamannschaft in Martinroda verblieben sind.

Fazit ist, dass wir sehr oft körperliche Nachteile aufgrund des Alters vieler Spieler hatten. Daraus resultierte, dass wir oft zu ängstlich und dadurch hektisch reagierten. Sobald sich alle Jungs über ihre Vorteile in den technischen Bereichen bewusst sind, wird es mit Sicherheit besser werden.

Am Spielfeldrand konnten wir neben vielen Anhängern unsererseits auch einige Anhänger von Ligakontraenten entdecken. Viele hatten ein torreiches Spiel des Gastgebers erwartet, insofern können wir sehr zufrieden mit unserer Leistung sein.

Dass wir als Mannschaft zusammenstehen, konnte man auch nach dem Spiel im Sportpark zu Martinroda sehen. Der Großteil der Mannschaft fand sich zu dem einen oder anderen gekühlten Getränk zusammen, um das Spiel auszuwerten und die verschiedenen “Sichtweisen” eines Torhüters zu beobachten.

Maik bleib standhaft, zweieinhalb Wochen bist du bereits rauchfrei. Ich sage aber Bescheid, wenn ich wieder auf Montage an die tschechische Grenze muss. Vielleicht kann ich dir ja ein paar Elfbars im Geschmack Ostseestrand mitbringen.

Daumen drücken gilt es auch für Phil und John, welche ihre erste LK im neuen Schuljahr geschrieben haben. Laut eigenen Aussagen wurde überall etwas hingeschrieben.

Was das bedeutet, kann sich jeder ausmalen.

Nächste Woche geht es dann zum Unterloquitzer SV, um unsere erste Pokalrunde im Vereinsbrauereipokal zu bestreiten. Anpfiff ist am Sonntag um 15:00 Uhr in Unterloquitz.

Aufstellung:

Klötzer - L. Schneider (46. Reykowski), Blaschczok, Pflügner, P. Schneider – Buse – Ulke, Sterzing (77. Rajabi), Knöfel (73. Bartholome), Schwens (67. Morgenroth) – Schleicher (54. Wolf)

Text: Hucki samt Korrektorin Tina

Bilder: Sven und Kathrin




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