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Keine Punkte und ein herber Verlust

Nach über zwei Wochen Spielpause stand mit Bad Blankenburg der nächste schwere Brocken auf dem Programm und wie wir im Nachhinein erfuhren, spielten wir nicht auf dem angedachten und bestens präparierten Rasenplatz Numero 3, sondern wurden auf das hügelige und stumpfe Geläuf des zweiten Rasenplatzes gelotst. Ob da eine Beschwerde beim Sportgericht in Frage kommt, steht allerdings in den Sternen. Es war ein kluger Schachzug des Gegners, da wir uns nur ganz schwer an die Bedingungen anpassen konnten. 

 

Leider dauerte es nach Anpfiff auch nicht mal drei Minuten und Steve musste den Ball holen. Allerdings nicht aus dem Tornetz, sondern neben dem Tor. Ob ein Maulwurf dieses kurz nach der Prüfung durch den Assistenten kaputtgebissen hat oder der eigentlich nicht sonderlich scharfe Schuss die Maschen zum Bersten brachte, bleibt undurchsichtig. 

 

Auch der Fahnenschwenker an der Seitenlinie wollte mir nach meinen Beschwerden nicht so recht glauben und nach dem Spiel erfuhr ich, dass es auch auf der anderen Spielfeldseite löchrige Stellen im Geflecht gab. 

 

Auch die Entstehung des Freistoßes bleibt sehr fraglich, denn Marten befand sich im Zweikampf mit dem gegnerischen Stürmer und konnte den Ball unter Bedrängnis gerade noch in Richtung unseres Tores spitzeln. Steve nahm den Ball auf und war sich keiner Schuld bewusst, als Reif seine Pfeife erklingen ließ. Mit seiner Meinung, einen gezielten Rückpass erkannt zu haben, stand er zumindest bei unseren Anhängern ziemlich allein da. 

 

Sei es drum, denn so lagen wir früh in Rückstand und dies stand mit Sicherheit so nicht auf dem Plan, denn eigentlich wollten wir unsere ungeschlagene Serie ausbauen und möglichst bis zum Saisonende halten. 

 

Wir taten uns ziemlich schwer in die Partie zu kommen und konnten uns selten zielstrebig nach vorne kombinieren. Fast 5 Minuten verbrachten wir dauerhaft vor dem gegnerischen Tor, konnten aber keine der drei Ecken sinnvoll und gefährlich nutzen. Vielleicht müssen wir hier eine Regelanpassung ähnlich zu den Bolzplatzregeln in Betracht ziehen. Drei Ecken, ein Elfer. 

 

In der 25. Minute dann ein Schockmoment an der Seitenlinie. Blatsche bekam das Knie seines Gegenspielers an eben seines und konnte infolgedessen nicht weiter an der Partie teilnehmen. Ein herber Verlust, den wir da in unserer routinierten Innenverteidigung hinnehmen mussten und aus dieser Unordnung heraus fiel das 0:2 nach einem Doppelpass zwischen König und Vofrei. Letzter musste dann nur noch ins leere Tor einschieben. 

 

Kurz vor der Halbzeit kamen wir noch zweimal gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Marten konnte abschließen, aber der Ball wurde auf der Linie geklärt und auch Sterzes Akrobatiknummer blieb erfolglos. Sah zwar schön aus, aber so schnell er auch in der Luft war, umso länger dauerte das Aufstehen danach. 

 

Während in der Pause Löcher geflickt wurden, zumindest auf der einen Spielfeldhälfte, nutzte ich die Zeit für mehr oder weniger tiefgründige Gespräche am Seitenrand und dem Auffüllen der Trinkgefäße mit Wasser. 

 

Die zweite Halbzeit bot ein kaum verändertes Spielgeschehen, in dem der Gastgeber drückte und Steve sich ein paarmal lang machen musste, um das 0:3 zu verhindern. 

 

Wir hatten immer wieder deutliche Differenzen im Passspiel und wirkten viel zu hektisch. Viel zu selten konnten wir in Ruhe kombinieren, was an der guten Einstellung des Gegners und zu Teil an der Beschaffenheit des Platzes liegen mochte. 

 

Das 0:3 in der 65. Minute ging zum großen Teil auf das Konto von König, weil er es schafft unsere Abwehr zu narren und einen Pass auf Jaksch zu spielen. Dieser konnte den Ball in Ruhe annehmen und auf den rechten legen und abschließen. Keine Abwehrchance. 

 

Als Doodle dann zum Warmmachen geschickt wurde, erkannte ich ratzfatz die brenzlige Lage und verdrückte mich still und heimlich auf die Gegengerade zu Mücke. Nach einem Anruf bei eben jenem und lautstarken Rufen, musste ich dann doch die Rückkehr zur Bank antreten. 

 

Als Addi bereit war mich in die Partie zu schmeißen, gelang Robin mit einem sehr schönen Treffer in der 84. Minute der Anschluss. Sollte hier noch etwas gehen? 

 

Ab jetzt übernimmt meine Coautorin Tina, da ich meine Schiefertafel nicht mit auf den Platz nehmen konnte. 

 

Endlich komme ich auch mal offiziell persönlich zu Wort. Dafür musste ich erst den Chefreporter selbst ins Spielgeschehen schicken.  

 

Die Einwechslung unseres Schreiberlings wurde unter den doch zahlreich mitgereisten Fans bejubelt. Als er dann auch noch die Chance zum 3:2 hatte, hielt es keinen Fan mehr auf seinem Platz und ein Raunen ging durch die Sportanlage.  

 

Oschi lief allein aufs Tor zu und zog ab. Beck im Tor konnte den Schuss gerade noch parieren und der Abpraller flog auf Hucki zu. Ein paar Zentimeter weiter hinten und er hätte das Spiel noch einmal richtig spannend gemacht. Leider verpasste er knapp und konnte sich so nicht in die Torschützenliste unseres FSV eintragen. Jeder Zuschauer hätte ihm das mehr als gegönnt, auch wenn das vielleicht nur zum Anschluss gereicht hätte. Aber wenn es einer verdient hat, bei der ganzen Arbeit, die er leistet, dann unser Ehrenzehner. So vergingen die letzten Minuten ohne nennenswerte weitere Ereignisse.  

 

Die 1:3 Niederlage ist schmerzlich, aber viel schlimmer ist die erneute, wahrscheinlich schwerere Verletzung von Blatsche. Vielleicht hält es Fortuna aber auch mit uns und es ist nicht ganz so gravierend. Im Namen aller, die es mit dem FSV halten, wünschen wir dir nur das Beste und eine schnelle Genesung. Auch wenn dies erst in der neuen Saison ist. 

 

Besonderer Dank gilt es auch wieder den zahlreichen mitgereisten Fans auszudrücken, welche sich seit Saisonbeginn mindestens verdoppelt haben. Wir scheinen also nicht so viel falsch zu machen, um unsere Fangemeinde bei Laune zu halten und zu erweitern. Daran merkt man auch die sehr gute Bindung zwischen Mannschaft und Fans, wie man auch wieder nach dem Spiel sehen konnte. Die Mannschaft bedankte sich bei den Zuschauern und das Spiel wurde gemeinsam ausgewertet und mindestens drei Akteure gingen dank der Genussmittellieferung durch Maik glücklich, aber um ein paar Euro ärmer nach Hause. 

 

Das nächste Spiel findet am Samstag, den 01.06.2024 gegen 15:00 Uhr im Sportpark Martinroda statt. Gegner wird hier der SV 1883 Schwarza sein, mit dem wir auch noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen haben. 

 

Wir freuen uns auf euren Besuch und hoffen diesmal auf ein positives Ende, um eventuell danach mit euch auf dem Stadtfest feiern zu können. Und natürlich wollen wir den Schwarz Gelben zeigen, wie man auch schwierige Spiele gewinnt. 

 

Aufstellung: 

Nimmow – Schwens, Blaschczok (30. Bartholome), Wolf, Morgenroth (71. T.Elle) – Oschmann, Schleicher (84. Huck), Buse, Klötzer (58. Lima da Garca) – Sterzing, Reykowski 


Text: Hucki und Tina




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