Stellungnahme zum Urteil des TFV vom 20.02.2020

Für uns ist die Frustration des SV 1879 Ehrenhain durchaus nachvollziehbar, allerdings begrüßen wir die Entscheidung des Sportgerichts, unserer Beschwerde stattzugeben. Das Urteil stützt unsere Rechtsauffassung, denn in den Durchführungsbestimmungen zum Thüringer Landespokal ist rechtlich klar geregelt, dass ein Verlierer aus dem Wettbewerb ausscheidet.

Es war nicht unsere Absicht, mit der eingelegten Beschwerde eine sportliche Entscheidung infrage zu stellen, sondern allein die Tatsache, dass auch für eine sportliche Entscheidung eine rechtliche Grundlage notwendig ist. Und diese rechtliche Grundlage sieht auch das Sportgericht in der Entscheidung des Spielausschusses, den durch den Rückzug des FC Rot-Weiß-Erfurt freigewordenen Platz im Halbfinale des Landespokals durch die Zulassung des SV 1879 Ehrenhain neu zu besetzen, als nicht gegeben an. Wir haben daher allein im Interesse der Spiel- und Rechtsordnung gehandelt.

Dass Dirk Keller als unser sportlicher Leiter und Geschäftsführer auch die wirtschaftlichen Interessen des Vereins zu vertreten hat, dürfte selbstverständlich sein. Der Vorstand des FSV Martinroda möchte aber nochmals ausdrücklich betonen, dass die wirtschaftlichen Belange für uns nicht Mittelpunkt stehen, sondern dass die sportliche Fairness gewahrt bleiben soll. Und sportliche Fairness bedeutet für uns, das bestehende Regelwerk anzuwenden – und das lässt ein Nachrücken des SV 1879 Ehrenhain eben nicht zu.

Anlässlich des tatsächlich ausgelosten Halbfinales zwischen FC Rot-Weiß-Erfurt und dem FSV Martinroda planen wir in Martinroda am Termin des Pokalhalbfinales einen Fußballtag. Es sollen die Traditionsmannschaften gegeneinander spielen und der Großteil der Einnahmen dem Nachwuchsleistungszentrum in Erfurt zugutekommen – denn dass das Nachwuchsleistungszentrum in Erfurt erhalten bleibt, stellt für uns eine wichtige sportliche Entscheidung für die ganze Region dar.


gez. der Vorstand

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