top of page

Wir leben noch

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt reisten wir am vergangenen Sonntag mit unserem großen Tross nach Oberweißbach. Nach Ankunft wurden zunächst die rasanten Fahrskills von Sandro kritisiert, wobei jedoch eher unser zweiter Busfahrer zu zaghaft auf der kurvenreichen Serpentinenstrecke zu Werke ging als unserer Bergrennfahrer Sandro.


Heute nicht dabei war unser gelbgesperrter Kapitän, welcher von Marten vertreten wurde.

Es benötigte ein bisschen Überredungskunst und die Aushilfsbinde, weil die eigentliche Binde ihm zu sehr am muskelösen Arm spannte.

Auch die genauen Abläufe bei der Platzwahl müssen nochmal vertieft werden.

Raubtierbändiger Sven musste auch passen, weil er daheim zu viel mit seinen Stubentigern zu tun hatte, aber hatte vor der Abfahrt alles sehr gut vorbereitet.

Und auch Antje musste diesmal passen, war allerdings durch das FSV-Sportstudio bestens informiert. Nur die Frage, ob Mister Thüringen in den Reihen von Oberweißbach oder eher bei uns zu suchen war, sorgte im Sportstudio kurz für Verwirrung.

Der Platz in Sichtweite des Fröbelturms war schon durch das Vorspiel der Zweiten ziemlich beansprucht worden und der starke Graupelschauer tat sein Übriges. Während die anwesenden Zuschauer um trockene Plätze kämpften, musste sich die Mannschaft im Soccerkäfig warmmachen. Lucas nutzte die angrenzende Halfpipe, um bei seinen Dehnübungen halbwegs trocken zu bleiben.

Vor dem Anpfiff gab es noch zwei Verabschiedungen von ehemaligen Spielern des Gastgebers. Anscheinend hatte Addi hier die Rede zugearbeitet und somit zog sich die Ehrung 15 Minuten in die Länge und die Kälte in die Körper aller Anwesenden. Besser funktionierte dies bei der Ansprache in der Kabine, bei der Addi treffend analysierte, dass die Gegner untenrum ihre Schwächen hätten.

Die Fans konnten mit reichlich Glühwein Abhilfe schaffen, aber die Spieler mussten sich tatsächlich bewegen, um nicht zu erfrieren.

Wir taten das auch von Beginn an sehr gut und waren körperlich präsent auf dem Platz. Das Passspiel durch die eigenen Reihen klappte von Anfang an optimal und wurde nur durch wenige Unkonzentriertheiten unterbrochen.

Unsere erste gute Chance zum Torabschluss hatten wir in der 23. Minute, als Flo auf Luis durchsteckte, aber Gästetorwart Frank den Braten roch und somit eher am Ball war. Vielleicht wäre ein Abschluss vor dem Pass die bessere Wahl gewesen, aber wer weiß das im Nachhinein schon. In der 30. Minute nutzte Robin dann den Abschluss außerhalb des Sechzehners, verfehlte das Tor dabei nur knapp. Die Gastgeber hatten vereinzelte Chancen durch ihre wuchtigen Stürmer, welche durch unsere gut arbeitende Defensivabteilung allerdings nicht wirklich gefährlich wurden.

Nach der Pause kam Oberweißbach besser aus der Kabine und hatte für die ersten 10 bis 15 Minuten mehr vom Spiel. Einen Freistoß in der 50. Minute konnte Lucas per Hechtsprung klären. Nach dem Spiel verriet er uns, dass er es liebt, von der Außenlinie angepöbelt zu werden und es ihn die zusätzliche Motivation lieferte.

Als wir wieder besser im Spiel waren, stellte Luis seinen Flügel flach und nutzte den Tempoüberschuss, um aus dem Windschatten heraus an Mazur vorbeizugehen. Er wurde von hinten in Richtung des Heimkeepers geschoben und kam zu Fall. Auch die meisten Heimfans erkannten, dass man sich nicht beschweren konnte, wenn der eigentlich starke Schiedsrichter Jünke hier auf den Punkt zeigte. Nur ein paar ältere Herrschaften suchten die Diskussion mit unserem zuschauenden Kapitän, was er jedoch gekonnt an sich abprallen ließ.

In der 79. Minute zeigt das zweite Bier bei Maik seine Wirkung und er musste die Keramikabteilung am Rande des Spielfeldes aufsuchen. Just in diesem Moment brachte Franz einen Kometen per Pike in die Umlaufbahn und in Richtung des gegnerischen Sechzehners. Luis war wieder schneller als sein Gegenspieler und diesmal auch vor dem herausstürzenden Torwart am Ball. Mit seinem Signaturmove, dem Lupfer über den Torwart, erzielt er unser Führungstor zum erlösenden 1:0.

Dadurch, dass die Gastgeber nun auf Dreikette umstellten, hatten wir eher die Chance zu erhöhen, als den Ausgleich zu kassieren. Nennenswert hier der heute sehr starke Lennox, welcher den Ball in Richtung des gegnerischen Tores trieb. Nicht eigensinnig legte er quer auf den mitgelaufenen Luis. Ein Platzfehler sorgte dafür, dass der Ball nicht im Netz landete.

Spätestens ab der Nachspielzeit bejubeln zahlreiche mitgereiste Fans jede gelungene Aktion auf unserer Seite.

Dass die Nerven auf Heimseite jetzt blank lagen, konnte man kurz vor Abpfiff erkennen. Der ehemalige Mister Thüringen wollte einen Ringkampf mit Neuling Marv anzetteln und konnte nur von unserem Franz zurückgehalten werden. Mit dieser Aktion waren die Sympathien bei unserer glühweinseligen Fotografin sehr schnell verflogen.

Dann der Schlusspfiff und fast grenzenloser Jubel auf unserer Seite über diese drei erkämpften Punkte.

Kampf, Wille und Einsatz haben heute beim gesamten Team gestimmt, aber natürlich darf sich darauf jetzt nicht ausgeruht werden und im Training weiter an der Feinabstimmung gearbeitet werden.

Natürlich danken wir auch wieder bei den zahlreichen Unterstützern an den Seitenlinien, unter denen sich heute auch Bara und Kalle befanden. Warum sie allerdings hinter einer Oberweißbacher Werbebande standen, bleibt fraglich. Eigener Aussage nach, um ermäßigten Eintritt zu erhalten. Bei den zahlreichen Urlauben der beiden muss halt an anderer Stelle gespart werden.

Mücke ist vorzüglich seinem Bildungsauftrag nachgegangen und hat einige Interessierte über Friedrich Fröbel, den Erfinder des Kindergartens, aufgeklärt. Steve konnte beisteuern, dass vermutlich ein entfernter Cousin, Ralf Fröbel, ein Gardinengeschäft in Arnstadt betreibt. Lucas ratterte bereits Freitag während der vorzüglich schmeckenden Kartoffelsuppe sein Wissen über Fröbel herunter. Kurz wurde überlegt, ob ein früherer Treffpunkt gewählt werden sollte, um der gesamten Mannschaft Oberweißbach wichtigste Persönlichkeit kulturell näher zu bringen.

Am nächsten Wochenende haben wir spielfrei. Somit findet am Kirmessamstag, den 28.10.2023, unser nächstes, lang ersehntes Heimspiel statt. Der Anpfiff wird gegen 14:00 Uhr angepeilt. Kommt zahlreich vorbei, holt mit uns die drei Punkte und feiert mit uns anschließend auf dem Saal zu Martinroda die Kirmes.

Aufstellung:

Klötzer - Schwens, Wolf, Blaschczok, Pflügner (82. Pflügner) - Bartolome (59. Knöfel), Buse, Oschmann, Schleicher – Reykowski (90+2 Hübner), Ulke

Text: Chefredakteur Hucki & Coautorin Tina

Bilder: Kathrin



267 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Commentaires


bottom of page