FSV Martinroda - VFC Plauen 0-2 (0-1)

Neben der Ernüchterung auch große Enttäuschung beim Gastgeber nach dem Abpfiff der Begegnung. Zunächst große Freude das ihr ehemaliger und jetzt für den VFC verantwortliche Trainer Robert Fischer wieder auf dem Weg der Besserung seinen Platz auf der Trainerbank einnehmen konnte. Sein Wissen um die Stärken von Benny Hertel und die Begebenheiten des kleinen Platzes optimal ausnutzen zu können ein nicht ganz unerheblicher Fakt der das Endergebnis sekundär beeinflusste. Auf der anderen Seite ,,große Unzufriedenheit“ bei Trainer Robin Krüger, der bereits nach Abpfiff sein Team versammelte und Analyse betrieb. So ziemlich alles was die Mannschaft des FSV Martinroda in der Vorbereitung zu diesem Spiel auf der Agenda hatte, ging schief oder misslang im Versuch es doch noch besser zu machen. Kaum nennenswerte Abschlüsse die auf das Gehäuse von TW Seefeld kamen und wenn doch viel zu lasch bzw. ungenau abgegeben wurden. Einzig ein Freistoß von Andris aus dem rechten Halbfeld touchierte Mitte der ersten Hälfte den linken Pfosten. Ganz anders die Plauener, die konsequent die am heutigen Tage offenkundigen Schwachstellen auf den Außenbahnen beim Gastgeber ausnutzten und zu gefährlichen Aktionen kamen. Nyber und Morosow brachten ein ums andere mal auf diese Weise das Gehäuse von Nicolai unter Bedrängnis (8., 11.). Besonders die rechte Abwehrseite beim FSV bot einiges an Möglichkeiten für den Gast. In der 26. Minute das erprobte Muster, langer genauer Pass, kurze Drehung, Flanke von Nyber auf Morosow, Kopfball am kurzen Pfosten, Tor. Eine Kette von Fehlern die zuvor schon mehrfach zu gefährlichen Aktionen führten, nicht abgestellt und somit bestraft wurde. Martinroda lief sich immer wieder fest, fand nicht die Lösungen obwohl es, da Hertel meistens gedoppelt nach Veränderung förmlich schrie. Plauen machte auf dem kleinen Platz geschickt die Räume dicht, hatte durch besseres und genaueres Agieren mit dem Ball klare Vorteile wirkte entschlossener in der Spielidee und deren Umsetzung. Plauen lieferte das Kontrastprogramm mal mit diagonalen oder vertikalen Bällen und feierte am Ende den verdienten Erfolg.

Kurz nach Wiederanpfiff Hertel mit einem Abschluss, den er wenn er noch einige Meter gegangen wäre platzierter auf das Tor hätte bringen können. Ein harmloser Angriff der Gäste führte aus dem Nichts zum 2. Treffer, da Böttcher nach dem Wegrutschen von Nowak am schnellsten reagierte und die Situation eiskalt ausnutzte. ,,Eine Mannschaft die in der Vorwoche so unter die Räder kam und solch einen Auftritt im Martinrodaer Sportpark hinlegen konnte, hat am Ende verdient gewonnen“ und den Rutsch ins Mittelfeld der Tabelle geschafft. Der FSV ziert nach den Samstagspielen zunächst einmal das Ende der Tabelle. Das man ein Spiel in dem so fast alles schief ging oder nicht funktionierte schnell abhaken muss, dafür hat die Mannschaft sowieso wenig Zeit. Bereits am Mittwoch geht es in die Landeshauptstadt zum FC RWE.

Martinroda

Nicolai- Benkenstein (76. Schneider), Andris, Nowak- A. Kohlik, Floßmann (87. Metzmacher), Al Saeed ( 61. Kahlef), Sulimann, D. Kohlik- Hertel, Nahr (61. Litzenberg)

Plauen

Seefeld, Heinrich, Träger, Popowicz, Kretzer (66. Hasenbichler), Nyber, Morosow, Dartsch (19. Albert), Walther (76. Spranger), Böttcher ( 66. Andreopoulus), Fischer

0-1 Morosow 27., 0-2 Böttcher 49.

SR Miekautsch -170-

Text: J. Krogel, Foto: J. Ehrhardt



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